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Kunsttherapie bringt Farbe in den Alltag

Kunsttherapie bringt Farbe in den Alltag

Wie sehr Kunst verbinden kann, zeigte der Kunstprojekttag in der Klinik für Suchtmedizin. Unter dem Motto „Streetart“ gestalteten Patienten mit unterschiedlichen Materialien eigene Bilder. Herausgekommen sind kleine Kunstwerke, die Geschichten erzählen und die Station sichtbar beleben. Durch die kreative Arbeit begannen die Teilnehmer zu erzählen, fanden einen neuen Zugang zu teilweise schlimmen Erlebnissen und einige blühten richtig auf.

„Kunst als Therapieansatz fördert die Problemlösungskompetenz und kann das Wohlbefinden steigern“, berichtet Physiotherapeutin Kristin Nagel. „Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein hoher künstlicher Ansprach, auch wenn viele der entstandenen Bilder wirklich beeindruckend sind“.

Ziel ist es, mit unterschiedlichen Therapieangeboten verschiedene Sinnesebenen anzusprechen und neue Zugänge zu Emotionen, Erlebnissen und Ressourcen zu eröffnen.

In der Klinik für Suchtmedizin arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Psychologen, Pflegekräften und Therapeuten eng zusammen. Gemeinsam unterstützen sie die Patienten dabei, die Freude an alltäglichen Dingen (wieder) zu entdecken und neue Wege jenseits der Sucht zu gehen. „Hinter jeder Suchterkrankung steht ein Mensch mit einer eigenen Geschichte – häufig geprägt von Schicksalsschlägen, schweren Erlebnissen oder schwierigen familiären Situationen“, weiß Kristin Nagel. „Viele Betroffene kämpfen darum, wieder einen Platz im Leben zu finden.“

Die „Streetart“-Bilder boten einen Raum, sich auszudrücken, ohne viele Worte machen zu müssen. Die Werke hängen nun auf den Fluren der Station und laden zum Innehalten ein. Immer wieder bleiben Patienten und Mitarbeitende stehen und lassen die kleinen Kunstwerke auf sich wirken. „Einige Patienten, deren Bilder wir aufgehängt haben, waren richtig stolz auf das, was sie geschaffen haben“, freut sich Kristin Nagel über den Erfolg des Kunstprojekts.